Weihnachtsfeier
18.02.2012


Man sollte nie an irgendwelchen Schaltern oder Knöpfen rumspielen, die man nicht kennt. So sind halt Kinder und deren Neugierde brachte uns am 18.2.2012 durch ein Zeitloch ins tiefste Mittelalter. Nach der unsanften Landung stellten wir fest, dass wir mitten in eine Wahl gepurzelt waren und durch glückliche Umstände wurde Nils zum König und Tyron zu seinem Schreiberling ausgerufen.

Das war natürlich ein Fehler, denn der neue König rief die Gunst nutzend zu einem Turnier der Recken auf, an deren Ende die drei Besten in den adligen Stand erhoben werden sollten. Schnell wurden die Gewänder angezogen und der Tisch gedeckt, denn mit leeren Magen lässt es sich nicht gut kämpfen. Gestärkt durch Brot , Pestwasser und Feenwasser ging es in die erste Runde.
 
Die Recken mussten ins Horn blasen. Das war nicht ganz so einfach, aber die meisten Recken brachten zumindest einen kurzen Ton raus, was mit riesigem Applaus des mit Goldwasser berauschten Fussvolks kommentiert wurde.

Danach sollte es in die nächste Runde gehen. Doch die verzögerte sich etwas, da einige Recken durch das Pestwasser zu aufgedreht waren und zur Beruhigung erstmal in den Kerker eingesperrt wurden und dort die Bekanntschaft mit Sir Robert machten. Der war leider nicht ansprechbar, da er ein paar Jahr dort unten vergessen wurde und so machten die Recken denn auch richtig Radau im Kerker und wurden wieder freigelassen.

Es konnte also mit dem Schwertkampf weitergehen. Hier zeigten alle Recken ihr Talent und besiegten den Bösen Kerkermeister in einem Einzelkampf. Der Recke Malte hatte etwas zu viel Pestwasser zu sich genommen und fügte dem Kerkermeister einige schmerzhafte Erinnerungen zu. Zeitgleich wurde der Tisch reichlich gedeckt, denn nur von Brot und Wasser lässt sich schlecht leben. Leider hatten wir keine Gabel eingepackt und so wurde es - wie im Mittelalter üblich - mit den Händen gegessen. Da hatten nicht nur die Kinder Ihren Spass !
 
Anscheinend wurden wir vom Küchenchef beim Essen beobachtet, denn er kam bestürzt ans Tisch und fragte uns "Warum rülpst und furzet Ihr nicht. Hat es Euch denn nicht geschmeckt ?". Wir waren leicht verwirrt, konnten dennoch die Contenace wahren und versuchten, ihm die Situation zu erklären. Er nahm uns aber die Geschichte mit der Zukunft nicht ab und ging murmelnd in die Küche zurück.

Die Recken, die dem Schweinefleich abgeneigt waren, gingen bei dem Festgelage etwas leer aus, so dass diesem beim anschliessenden Bogenschiessen die Kraft fehlte. Am Ende wurden die Punkte gezählt und die drei bzw. vier Sieger wurden in den adligen Stand erhoben und alle Recken bekamen Ihre Urkunden ausgehändigt.

Die Maid Donata hatte - welch ein Wunder - für alle Kinder reichlich Geschenke eingepackt und schritt anschliessend zur Tat.

In der Zwischenzeit machte sich die Kunde breit, dass es einem Erfinder gelungen war, eine Zeitmaschine zu bauen und wir kratzten unsere letzten 500 Taler zusammenen, um die horrenden Kosten zu decken.

So ging ein schöner Tag zu Ende und weil es in Mittelalter anscheinend kein Eis gab, wurde noch ein Besuch beim Italiener nachgeschoben.
 
"Leider" hatten wir nur Kerzenlicht und somit sind die Bilder sehr bescheiden ausgefallen.
 
 

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